Superfood – super oder übertrieben?

8 Nov

Ich lebe seit einigen Jahren vegetarisch, versuche immer bio und soweit wie möglich regional, saisonal und ethisch korrekt einzukaufen, mit anderen zu teilen, auch Produkte zu kaufen/holen, die andere vielleicht nicht (mehr) kaufen würden, so wenig wie möglich zu verschwenden. In allen Bereichen des Lebens noch und noch tiefer zu gehen und zu schauen, was kann ich wie am besten ersetzen, weglassen, selber machen. Auch bei der Ernährung und Erziehung unseres Hundes haben wir uns lange Gedanken darüber gemacht, wie wir das am besten auf natürliche Weise und im Rahmen unserer Möglichkeiten in einem modernen Stadtalltag umsetzen können.

Trotzdem war ich immer zwiespältig eingestellt gegenüber grünen Smoothies, super reichhaltigen Grassäften, dieses und jenes Wunderkraut usw. Einerseits habe ich gerne so einen richtig cool dekorierten Shake, der gesund aussieht, riecht und schmeckt, in veganen Restaurants bestellt und mich gut gefühlt, gerade etwas 100% gesundes und darüber hinaus noch wunderbares, alternatives und wunder-wirkendes zu trinken. Trotzdem fand ich das übertrieben, hätte das nie selbst zubereitet, Geld ausgegeben für Zusatzstoffe, die ja wohl auch einfach so im heimischen Gemüse zu finden sind. Und, ja, Menschen, die mit grünen Smoothies in den Öffis fuhren, habe ich etwas belächelt.

Mittlerweile hab ich viel recherchiert, angefangen eigentlich ein bisschen durch die Recherche bezüglich Hundefutter und welche Stoffe der Organismus eines Hundes denn so braucht – eigentlich sehr ähnliche wie der Mensch. Da ist mir dann aufgefallen, wie ich immer wiedermal Olivenöl, Nüsse, Gemüse und auch sowas wie Brennesseltee und das kürzlich selbst probierte Gerstengraspulver von meiner Mitbewohnerin in den Futternapf gemischt habe. Bei meinem Essen sind auch meist super Zutaten dabei, immer viel Gemüse, Öl zum Anbraten, tolle Gewürze, gute Tees usw. Aber so richtig akribisch schaue ich nicht darauf, welche Stoffe ich jetzt wann genau und in welcher Menge zu mir nehme.

Bloß, einige Stoffe will ich seit Längerem weglassen bzw. vermeiden (gar nicht so einfach, wo das überall versteckt drin ist), soviel ist klar. Laktose, Weizen, Gluten, Soja, Glutamat, Hefe, usw. Und auch Brot und Kaffee möchte ich nicht mehr zu mir nehmen. Für den Kaffee habe ich eine gute Alternative gefunden: Getreidekaffee (Malz, Dinkel, ..), der bei einigen Marken richtig gut schmeckt. Das mit dem Brot und überhaupt mit dem Frühstück ist dafür ein richtiges Dilemma. Wir in Österreich haben einfach so eine Tradition mit Brot, Käse, (eigentlich Wurst, aber darauf kann ich gut verzichten), Jause eben, dass es schwierig ist, sich umzustellen, Alternativen zu finden. Schaut man auf andere Kulturen findet man auch nicht so recht Gesundes.. Und Haferschleim, Fruchtmousse mit gesunden Körnern usw. habe ich probiert, daran kann ich mich aber beim besten Willen morgens nicht gewöhnen und esse dann nach einiger Zeit entweder gar nichts mehr oder doch wieder Brot.

Smoothies sind meine Lösung :) Es ist eine richtige Wohltat für Seele und Körper, aus verschiedensten einzelnen tollen Zutaten zu wählen, die einem Kraft für den Tag geben. Ich hab zB Haselnüsse gemahlen, Mohn gemahlen, Cranberries, Blütenpollen, Rosinen, Haferschrot, Agavendicksaft, Rohkakaopulver usw. Kann ich sehr empfehlen alles. Mit Fruchtmousse, Reismilch, Schafjoghurt, hab ich alles probiert, aber nicht durchgehalten, weil ich morgens darauf keinen Guster hab. Also mixe ich die Zutaten einfach mit etwas Wasser (oder Getreidemilch) und manchmal etwas Obst. Mit etwas Übung und einem Mixer (statt Pürierstab) werd ich das auch hinkriege, denke ich, morgens vor der Arbeit zu machen und es mir dann einfach mitzunehmen.

Ja, und dieses Auswählen aus verschiedenen Dingen, die mir den Tag versüßen, hat mich dann doch dazu gebracht, richtig powervolle Zutaten auszuprobieren. Jetzt teste ich gerade Gerstengras, Weizengras und Chia-Samen, über die ich kurz schreiben möchte. Näheres findet ihr zB im unabhängigen Informationsportal Naturinstitut.info.

SUPERFOOD bezeichnet ja eigentlich nichts anderes, als Lebensmittel, die im Vergleich zu anderen, super viele Stoffe enthalten.

GERSTENGRAS

Gras ist ja eigentlich fast das einzige, das der Mensch nicht verwerten kann und den Tieren überlassen ist. Aber wir haben uns schon so vieles angeeignet, warum soll man es dann nicht gut finden, wenn durch einen Trocknungs- und Pulverisierungsschritt die wertvollen Stoffe in Gras für den Menschen zugänglich gemacht werden?

Jedenfalls sind in Gerstengras so viele wertvolle Stoffe, in einer Ausgewogenheit wie wohl in keinem anderen Lebensmittel, dass es einfach sehr gesund ist und praktisch, denn mit einem einzelnen Lebensmittel versorgt man sich mit so vielen Stoffen auf einmal, dass es besser kaum geht.

Wir kennen Gerste als Korn, das zB für Bier verwendet wird. Gerstengras sind die jungen Blätter der Gerste. Es ist unglaublich reich an Vitaminen, Mineralien, Enzymen und Antioxidantien, im Detail: Vitamin C, Vitamin B1, Calcium, Eisen, Zink, Lunasin, Chlorophyll und Flavonoide. Ein koreanischer Wissenschaftler hat 200 Blattgemüse miteinander verglichen und keines hatte so viele Inhaltsstoffe in einer solchen Ausgewogenheit wie das Gerstengras. Die Ausgewogenheit macht es auch besonders gut verwertbar für den menschlichen Organismus. Es wirkt besonders gut auf den Magen-Darm Trakt, bei Übersäuerung und bei Infektionen oder Entzündungen. Und versorgt generell den Körper mit notwendigen, wichtigen Stoffen. Wie vielen Zusatzstoffen wird auch ihm nachgesagt,  die Vermehrung von Krebszellen vermindern zu können.  Mehr Infos hier. Es schmeckt ein bisschen wie Heu oder Spinat, aber man gewöhnt sich daran, in Smoothies oder im Müsli schmeckt man es kaum. Die Fülle der Inhaltsstoffe und der Fakt, dass mein Hund ganz wild darauf ist, hat mich überzeugt und ich werde es ab sofort in meinen Speiseplan integrieren.

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WEIZENGRAS

Dann habe ich noch Weizengras besorgt, erstmal als Vergleich zu Gerstengras, ob es besser oder anders schmeckt, und auch weil es eine etwas andere Wirkung hat und anscheinend noch besser als Morgen-Kick zu verwenden ist.

Weizengras sind die jungen Triebe von Weizen (7-10 Tage alte Keime), die noch kein Gluten (Weizenkleber) enthalten, dafür aber noch sehr viele gute Stoffe. Genau gesagt: Vitamin C, einige B Vitamine (wie B1, B12! usw.), Eiweiß und Aminosäuren, Calcium, Eisen, Magnesium, Lutein, Vitamin K, Enzyme wie P4D1 und D1G1, Zink, Kupfer, Mangan und Selen. Naturinstitut.info schreibt dazu:

60 mal mehr Vitamin C als Orangen
11 mal mehr Calcium und
30 mal mehr Vitamin B1 als Rohmilch
5 mal mehr Eisen, 50 mal mehr Vitamin E als Spinat
5-mal mehr Magnesium als Bananen

Weizengrassaft stärkt das Immunsystem, wirkt desinfizierend, steigert die Sauerstoffaufnahmefähigkeit vom Blut, kann die Verdauung regulieren, den Cholesterinspiegel senken, gegen Erschöpfung und Hautprobleme wirken. Es hilft bei Darmentzündungen und Blutarmut. Außerdem wurde in Studien bewiesen, dass es Nebenwirkungen der Chemotherapie bei KrebspatientInnen lindern kann. Mehr Informationen hier. Unser Körper ist u.A. vom Gluten schon so verklebt und belastet, überall wird Weizen verwendet und es ist schwer, Alternativen zu finden bzw. die schon vorhandenen Ablagerungen loszuwerden. Die jungen Triebe derselben Pflanze können vielleicht Abhilfe schaffen. Ich geben der Pflanze Weizen noch einmal eine Chance.

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CHIA SAMEN

In Hinblick darauf, sämige Smoothies oder auch mal „Müslibrei“ machen zu wollen, die mir als Frühstück Kraft und Ausdauer für den Tag geben, habe ich auch Chia Samen als Probe gekauft, um zB auf Müsli oder Hafer verzichten zu können. Ich habe noch nicht entschieden, ob Hafer oder Chia besser ist, oder ganz etwas anderes, aber hier schonmal Infos dazu.

Chia-Samen kannten schon die Maya, übersetzt aus deren Sprache heißt Chia „Stärke“. Sie wurden von Indigenen zB als Wegzehrung für lange Strecken verwendet, auch als Grundnahrungsmittel und Heilmittel. Die proteinreichen Samen geben Ausdauer und stärken Muskeln und Sehnen. Im Detail enthalten sie: Eiweiß, Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, Calcium (5 mal mehr als Milch), Bor (unterstützt Calcium-Aufnahme), Kalium, Eisen (3 mal mehr als Spinat), Antioxidantien (3 mal mehr als Heidelbeeren). Sie sind proteinreich, enthalten Ballaststoffe und sind glutenfrei. Sie sind zudem sehr lange haltbar. Chia Samen liefern Energie und fördern die Verdauung, sie velangsamen zudem die Umwandlung von Kohlenhydraten zu Zucker im Körper, was ein längeres Sättigungsgefühl und längere Ausdauer bewirkt und somit für Sportler, Diabetiker und Menschen, die abnehmen wollen, gut ist. In Wasser eingeweicht speichern Chia Samen dies und geben es ebenfalls allmählich im Körper ab. 15 Minuten eingeweicht ergibt sich eine Art Gel. Die Samen können Giftstoffe im Körper binden, was gegen vielerlei Beschwerden hilft (Wundheilung, Darmbeschwerden, Sodbrennen,..). Chia Samen können roh verwendet werden, in Wasser aufgeweicht, zermahlen als Mehl-Alternative uvm. Mehr Informationen hier.

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Gerstengras und Chia-Samen haben den Nachteil, dass sie nicht heimisch sind, das Gras kommt meist aus China und die Samen stammen aus Südamerika. Auch bei Weizengras-Pulver ist die Frage, ob es aus Österreich/Europa beziehbar ist. Als Bezugsquelle habe ich jedenfalls eine österreichische Marke entdeckt, die es in Reformhäusern zu kaufen gibt: FEINSTOFF aus Wien. Als Alternative gibt es zB den VegaVital Versand aus Deutschland, wo die Pulver in weniger Verpackung sind, jedoch erst hertransportiert werden müssen und mit den Verpackungskosten auf denselben Preis wie Feinstoff kommen.

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Im Endeffekt braucht man ja nur sehr wenig von den Stoffen, um super versorgt zu sein. Eine ausgewogene Ernährung ersetzt das alles natürlich nicht, wie es immer so schön heißt, aber unterstützen tun sie diese wunderbar würde ich sagen. Ich probiers mal. Wenn ihr Anregungen, Kritik oder ähnliches habt, gerne ins Kommentarfeld damit, wie gesagt, ich habe mir meine Meinung noch nicht 100% gebildet. Alles Liebe und viel GESUNDheit.

Frauenkräuter: Perioden-Harmonietee

6 Nov

Ich bin ja seit einiger Zeit eine Verfechterin der positiven Auffassung der Periode, des weiblichen Zyklus und auch der zyklischen Abläufe in allen Lebewesen und in der ganzen Natur. Dazu kann ich zum Beispiel das Buch Roter Mond von Miranda Gray von Herzen empfehlen, die darin beschreibt, wie vier Phasen im Laufe von ca. einem Monat die Phasen des Mondes widerspiegeln, wie man sich selber und die Natur besser verstehen und lieben lernen kann, wenn man auf diese Abläufe achtet, die immer ähnlich wiederkehren. Ein sehr schöner Prozess, den ich euch nur ans Herz legen kann. Auch den Männern, die ja eigentlich den Nachteil haben, dass bei ihnen diese Zyklen nicht so offensichtlich stattfinden, die fast nie aus physischen Gründen innehalten „müssen“ und sich dadurch vielleicht ihrer individuellen Prozesse und Zyklen nicht bewusst sind, damit nicht arbeiten können.

Das Befassen mit dem eigenen Körper, das Erkennen der Zusammenhänge mit der Natur, das Akzeptieren aller Vorgänge und Wunder, die jeden Tag, jedes Monat, jedes Jahr geschehen, ist unglaublich heilsam und bewusstseins-fördernd.

Nichtsdestotrotz sind manche Vorgänge, die der Körper zu bewältigen hat, schmerzhaft. Der Hormonhaushalt, die Beschaffenheit des Körpers und seine Vorgänge ändern sich bei uns Frauen (oder bei mir, um nicht zu verallgemeinern) jede Woche. Nicht immer lässt sich das mit dem modernen Alltag vereinbaren, beim besten Willen nicht. Auch wenn ich mittlerweile gelernt habe, meinen Zyklus wichtig zu nehmen, auf mich zu hören und, wenn ich es brauche, auch einmal weniger zu tun, mehr zu entspannen, inne zu halten, gibt es Momente, Zeiten, Phasen, Tage, wo die Anforderungen der Welt nicht mit meinen Bedürfnissen zusammenpassen. Wo ich eigentlich lieber ein heißes Bad nehmen würde und alle Aufgaben vergessen würde, die anstehen. Oder im Wald spazieren gehen würde. Wo ich den Vollmond oder Neumond feiern möchte und meine verrückte, wilde Seite herauslassen möchte. Wo ich einen unglaublichen Drang habe, kreativ zu sein. Wo ich mich einfach zurückziehen möchte auf eine Berghütte, eingehüllt in eine riesen Decke vor einem Kaminfeuer. Oder mit Wölfen durch die Nacht laufen möchte. Aber dann im Endeffekt in einer vollgestopften Ubahn stehe, zur Arbeit hetze, mit letzten Kräften für eine Prüfung lerne, Einkäufe erledige, Besorgungen mache, Termine einhalte, die schon länger ausgemacht waren, Wäsche aussortiere oder aufhänge.. all sowas. Unser Zyklus und unser Körper ist uns nicht (mehr) heilig, wir vernachlässigen beides. Und selbst wenn wir das nicht tun würden und immer unser oberstes Ziel wäre, heilsame und natürliche Dinge zu unternehmen, oder einmal gar nichts zu tun, würden manche Schmerzen wohl trotzdem vorkommen.


Eine wunderbare Abhilfe können jedoch seit jeder Pflanzen schaffen. Nicht nur zur Symptombekämpfung ist ein Kraut gewachsen, sondern eigentlich für jede Phase vom Zyklus, für jede Art von Bedürfnis, auch zur Vorbeugung. Sei es ein unregelmäßiger Zyklus, zu wenig Blutung, zu starke Blutung, Bauchkrämpfe, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Heißhunger, Unruhe, Unzufriedenheit, Aggression und so weiter. Jede Frau hat eine eigene Zusammenstellung von Symptomen, die durch ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt und die individuelle Lebenssituation hervorgerufen werden.

Also kann frau (und die Männer und Frauen in ihrem Leben) etwas dagegen bzw. dafür tun. Eine Möglichkeit sind Kräuter, zum Beispiel in Form von Tees.

Ich habe im vorigen Artikel schon erwähnt, dass ich heute die Zeit gefunden habe, mir einige Tees zu besorgen, um eine ganz eigene Mischung herzustellen. Ich werde ein Rezept der Seite frauen-heilkraeuter.de ausprobieren, um schon ab der Mitte des Zyklus regulierend zu wirken und vor allem starken Schmerzen während der Periode vorzubeugen.

Ich werde folgende getrocknete Kräuter mischen: Eisenkraut, Frauenmantel, Salbei/Johanniskraut, Brennessel, Lavendel und Kamille – doppelt so viel von den ersten drei Zutaten wie von den letzten drei. Nach dem Eisprung sollte schon damit begonnen werden, täglich 1-2 Tassen Heiltee zu trinken, jeweils 2 TL auf 1/4 l kochendes Wasser, 10 Minuten ziehen lassen.

Die Mischung soll wirken gegen alle möglichen prämenstruellen Symptome, wie Unausgeglichheit, Unwohlsein, Stimmungsschwankungen, Rückenschmerzen, Heißhunger. Und auch während der Periode (oder kurz davor) gegen Unterleibsschmerzen und Bauchkrämpfe. Die Kräuter harmonisieren den Hormonhaushalt und wirken krampflösend und verdauungs-regulierend.

Mönchspfeffer würde auch noch gut hormon-regulierend wirken, da er Progesteron enthält. Man kann ihn auch einnehmen, wenn die Brüste schmerzen. Dieses Heilkraut habe ich jedoch noch nicht (im Handel) gefunden.

Hört auf euer Gefühl und euren eigenen Geschmackssinn, was gar nicht schmeckt, braucht euer Körper wohl nicht, was gut schmeckt, tut gut. Manches ist aber vielleicht auch einfach gewöhnungsbedürftig. In dem Tee-Rezept von frauen-heilkraeuter.de wäre noch Lemongras gestanden, das wirkt aber eher kühlend und mein Gefühl sagt mir, dass diese Wirkung für meine Bedürfnisse, auch grade jetzt am Winterbeginn, und auch der Geschmack, nicht für mich passen.


Ich möchte noch kurz die sechs Kräuter für meine Tee-Mischung beschreiben, damit jede einzeln bewusst wahrgenommen wird und ihre jeweilige Wirkung erkannt wird (inklusive lateinischer Bezeichnung, damit klar ist, welche Pflanze genau gemeint ist).

Zusammenfassend kann ich sagen, dass diese Kräuter beruhigend, krampflösend, menstruationsregulierend, allgemein stärkend, blutreinigend und entzündungshemmend wirken, manche sogar antiseptisch und wundheilend. Einige beinhalten viel Eisen, eine Pflanze Magnesium. Sie stärken meist Leber, Magen, Darm und Blase und wirken Energieblockaden entgegen. Fast alle wirken harntreibend und dadurch entgiftend, man sollte also während der Tee-Kur generell viel trinken (das ist sowieso immer das A und O wenn es um die Gesundheit geht) und damit rechnen, öfter aufs Klo zu müssen, also eher nicht spät abends trinken. ;)

Eisenkraut (Verbena officinalis) – Ich habe fälschlicherweise Zitronenverbene gekauft und werde mal probieren, wie es damit schmeckt/wirkt. Zitronenverbene (Aloysia triphylla) ist ein Kraut aus Argentinien, das stark nach Zitrone riecht, entspannend und stoffwechselanregend wirkt. Eisenkraut dahingegen hat viele Wirkungsweisen. Nach der TCM leitet es überschüssige Hitze aus (ein zu viel an Energie), wirkt auf die Leber-Energie, und regt die Menstruation an. Es erweitert das Bewusstsein und macht einfühlsamer und sensibler. Der Tee reinigt Leber, Milz, Nieren, hilft bei Nervenschmerzen, Krämpfen, Schlaflosigkeit, Migräne usw. Es wirkt kräftigend, blutverbessernd und wundheilend. Der Name kommt wohl aus Zeiten, wo das Kraut bei der Eisenherstellung verwendet wurde (um das Eisen härter zu machen). Es schmeckt bitter.

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Frauenmantel (Alchemilla xanthochlora) – wirkt harntreibend, magenstärkend, wundheilend, entzündungshemmend, blutreinigend, menstruationsregelnd. Das Kraut war den Germanen heilig und war Freya, der nordischen Göttin der Liebe geweiht. Nach der TCM löst es ebenfalls übeschüssige Hitze aus Organen wie Leber, Blase und Dickdarm und stärkt die Milz. Es gilt als typisches Frauenheilkraut, wirkt positiv bei Unterleibsentzündungen, Weißfluss bzw. gestörter Scheidenflora, Blutarmut uvm. Es macht das Blutt dünner und hilft außerdem bei Krampfadern, Geschwüren, Fieber, Durchfall, Eiterungen, bei Schnittwunden (besonders in Verbindung mit Rost). Es kann auch als Sitzbad (v.a. bei Unterleibsentzündungen) angewendet werden, als Teekur in Verbindung mit Salbei bei Scheidenpilz. Es fördert die Milchbildung stillender Frauen und kann auf die Geburt vorbereiten, da die Beckenorgane gestärkt werden.

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Johanniskraut (Hypericum perforatum) – wirkt entzündungshemmend, nervenstärkend, blutverbessernd, beruhigend und schmerzlindernd. Laut der TCM nährt es Herz und Nieren, stärkt die Leber-Energie und gilt als Nervenberuhigungsmittel. Die Pflanze hat gelbe Blüten und ist sehr wirkungsvoll. Achtung: sie kann eventuell sogar die Wirkung von chemischen Verhütungsmitteln wie der Pille aufheben (als Alternative zu Johanniskraut kann Salbei im Tee verwendet werden). Johanniskraut wirkt gegen Melancholie, Depressionen, Überanstrengung, Unruhezustände, Schwindel, nervöse Zustände, Herz-Rhythmus-Störungen, Magenleiden, Magen-Darm- und Unterleibskrämpfe und Blähungen. Sie stimuliert das Gehirn sanft und setzt die Reaktionsfähigkeit des Körpers nicht herab. Es kann die Stimmung aufhellen, gerade auch im Winter wenn dem Körper Sonnenlicht fehlt. Das Öl aus Blütenknospen und Blättern wirkt auch bei Brandwunden, Koliken und Hormonstörungen. Der Sud als Kompresse aufgelegt kann bei Ischias-Schmerzen, Seitenstechen und Hexenschuss helfen. Kompressen aus dem Öl wirken bei Blasenentzündung, Gelenksentzündungen, Gürtelrose und entzündeten Wunden, wie auch Sonnenbrand. Achtung, bei regelmäßiger Einnahme wird die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöht. Längere Anwendung regt auch nachweislich die Leberfunktion und den Stoffwechsel an, was einerseits entgiftend wirkt, in großem Maße aber zum Beispiel dazu führen kann, dass eingenommene Medikamente nicht mehr wirken. Mit einem Pulver aus getrockneten Blättern kann man sogar Haare färben, nicht gefärbte Haare werden dadurch intensiver in ihrem Farbton und erhalten einen Rotstich.

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Brennessel (Urtica dioica) – wirkt blutbildend, stoffwechselanregend, durchfallhemmend, blutdrucksenkend, schleimlösend, wassertreibend, stärkend, blutreinigend und cholesterinsenkend. Laut der TCM löst die Brennessel Feuchtigkeit in Lunge und Unterleib auf, nährt das Leberblut und löst Leber-Energieblockaden. Sie ist eine der wichtigsten Pflanzen für die Blutreinigung, gegen Eisenmangel und Blutarmut. Sie vitalisiert Leber, Bauchspeicheldrüse, Magen, Darm und Galle, beugt Nierenerkrankungen vor, hilft bei Harnwegsinfekten und fördert die Durchblutung. Es können Vollbäder genommen werden (zB gegen Hämorrhoiden) oder auch Teile der Pflanze gegessen werden (die Stoffe binden sich dann an Giftstoffe im Körper und können somit ausgeschieden werden) oder zB von Gicht betroffene Körperstellen direkt mit den Nesseln in Berührung gebracht werden. Bei Unterleibsbeschwerden kann man zusätzlich zum Tee noch mit Tee getränkte Tücher auf den Unterleib legen. Auch die Wurzeln können verwendet werden, zB in Pulverform als Tee gegen Nieren- und Blasensteine, oder in Apfelessig gesiedete Wurzeln als Haarwuchsmittel. Die Samen kann man essen, auf Brot gestreut zB, auch junge Blätter können zubereitet werden, zB als Salat, wie „Spinat“ oder frisch in ein Risotto gemischt (jedenfalls einmal mit kochendem Wasser übergießen, damit nichts mehr „brennt“). Auch für Tiere wirkt die Pflanze sehr positiv. Hunden und Katzen können immer wiedermal etwas getrocknete Blätter unters Futter gemischt werden, um ihr Fell widerstandsfähiger und glänzend zu machen. Pferde, Hühner und Gänse bekommen von den Samen so richtig Kraft. Achtung, der Tee sollte nicht länger als drei Wochen täglich getrunken werden, da die Wirkung sehr stark ist. Zwei Wochen vor der Periode mit anschließender Pause von zwei Wochen, wie ich geplant habe, ist jedoch kein Problem.

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Lavendel (Lavandula angustifolia) – Lavendel ist ein klassisches Nervenberuhigungsmittel, das entspannt ohne müde zu machen. Es wurde von den Römern zur Heilung verwendet und der Duft brachte Mut vor Schlachten. Es wirkt beruhigend, schlaffördernd, krampflösend, durchblutend und desinfizierend. Nach Hildegard von Bingen wirkt es beruhigend auf Lunge und Leber. Auch die TCM sagt ihm schmerzstillende und hitzesenkende Eigenschaften zu, sowie eine allgemeine Energieblockaden-Lösung. Der Tee wirkt gegen nervöse Erschöpfung, Unruhezustände, Wechselbeschwerden und wirkt krampflösend und blähungslindernd. Als Vollbad (1 Hand voll Blüten auf 1 Liter Wasser) wirkt es für müde Menschen aktivierend und für überreizte beruhigend. Ein Duftkissen getrockneter Blüten zum Einschlafen ist ein bewährtes Hausmittel. Bei Akne oder Hautunreinheiten (wie sie auch manchmal in bestimmten Phasen des Zyklus vorkommen) hilft ein Gesichtsdampfbad (über einem Topf mit heißem Tee inhalieren) oder Gesichtswäsche mit lauwarmem Lavendelwasser. Lavendelöl ist außerdem ein Desinfektionsmittel und kann zB zum Geschirrspülmittel, zum Aufwaschwasser, in die Waschmaschine usw. gegeben werden (ein paar Tropfen reichen). Es wirkt auch gut gegen Motten (Kästen damit auswischen).

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Kamille (matricaria chamomilla) – wirkt entzündungshemmend, wundheilend, krampfllösend, antiseptisch, schmerzlindernd, beruhigend, magenstärkend und menstruationsregulierend. Der Name kommt von matrix (lat. für Gebärmutter) und deutet auf die lange Tradition als Frauenheilmittel hin. Sie ist ein altes Allheilmittel, wirkt kräftigend bei und nach Erkältungen/Krankheiten, hilft bei Koliken, Blähungen, Bauchweh, reinigt Leber und Nieren, macht einige Bakterienarten unschädlich. Sie wirkt entzündungshemmend zB bei Zahnweh oder Halsweh, Augenentzündungen & Co. Auch gegen Ohren- und Atemwegserkrankungen kann sie helfen, am besten wieder über einem Topf mit Kamillentee inhaliert. Sie ist ein sehr sanftes Heilmittel und wird daher auch als einer der ersten Tees, den Kinder trinken dürfen verwendet. Sie beruhigt außerdem Nerven, Magen und Darm und enthält Magnesium, was gut auf Muskeln usw. wirkt.

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Frauenkräuter: Schafgarbe

6 Nov

Ich setze mich schon lange mit Kräutern und deren Wirkung als Heilmittel auseinander. Im Besonderen finde ich es auch sehr interessant, Kräuter aus der eigenen Region kennenzulernen und das alte Heilwissen der Kräuterhexen wiederzuentdecken. Jetzt, beim Wintereinbruch, bin ich wieder verstärkt darauf bedacht, mit besonderen Tees das Immunsystem zu stärken. Und in diesem Zuge habe ich endlich Zeit dafür gefunden, mir Frauenkräuter zu beschaffen, also Kräuter die speziell positiv auf den weiblichen Zyklus wirken.

Ich habe mir heute mit meiner Freundin verschiedenste Bio-Tees von Sonnentor im Reformhaus gekauft. Wir werden aber versuchen, im nächsten Sommer so viele Kräuter wie möglich selbst zu sammeln und zu trocknen.

ce1e1975b9ad081a7e742ab6599800a3Als Wissensquelle verwende ich das geniale Buch Die Kräuter in meinem Garten von Siegrid Hirsch und Felix Grünberger. Und die tolle Seite frauenheilkraeuter.de .

Wir haben heute die Zutaten für eine Tee-Mischung (als Kur) gegen Menstruationsbeschwerden besorgt, über die ich später schreibe. Jetzt möchte ich mal damit beginnen, Schafgarbe zu beschreiben. Schafgarben-Tee wollen wir während der nächsten Periode bei Bauchschmerzen (aufgrund zu starken Blutflusses) probieren, um Linderung zu erfahren.

Quelle: http://www.naturalium.de/Bluetenpflanzen/Gem%20Schafgarbe%201.jpgDie Schafgarbe ist wirklich ein Wunderkraut und Allheilmittel :) Sie wirkt entzündungshemmend, antiseptisch, krampflösend, harntreibend (damit entgiftend), blähungswidrig, verdauungsfördernd, menstruationsregelnd (lt. Kräuter in meinem Garten). Nach Hildegard von Bingen wirkt ein Pulver-Tee davon bei inneren Wunden. Sie kann Nasenbluten stoppen und hilft gegen Bettnässen. Laut Traditioneller Chinesischer Medizin hilft sie auch der Milz, Leber und Blase. Sie bewegt das Blut, regt die Gebärmutter an und kann auch Gastritis, Kopfschmerzen, Gallenblasenentzündung und Verdauungsprobleme heilen. Auf der Verpackung von Sonnentor steht, dass Schafgarbe in der griechischen Mythologie dafür bekannt ist, Achilles-Sehnen-Probleme zu lindern.

Auf jeden Fall eine sehr wirkungsvolle Heilpflanze, vor allem für den Unterleib (Perioden-Schmerzen, Blasen- oder Verdauungsprobleme) und auch für Kopfschmerzen, da sie regulierend und blutsenkend (bzw. harmonisierend auf den Bluthaushalt) wirkt.

Als purere Tee reichen 1-2 EL für 1/4 l kochendes Wasser. Achtung, der Tee sollte nicht täglich über mehr als 2 Monate getrunken werden, da bei regelmäßiger Einnahme ein Bestandteli toxisch, also giftig, werden kann.

Nächstes Monat probier ich den Tee. Auch zwischendurch zur Stärkung und in Mischungen ist die Schafgarbe toll.

Entgiftung @ home

21 Okt

So, ich fang mal langsam an mit den Posts ;) Hab gerade doch wieder mehr zu tun als gedacht.

Aus aktuellem Anlass, weil ich wieder damit beginnen möchte, empfehle ich euch das Ölziehen: eine alte Tradition aus dem indischen Ayurveda, international bekannt gemacht erst 1993 von dem russischen Arzt Dr. Karach. Es ist eine einfache, sehr kraftvolle Heil- und Entgiftungsmethode, für die man weder viel Geld noch viel Zeit baucht.

Wie der Name schon sagt, zieht man Öl, und zwar im Mundraum durch die Zahnzwischenräume ;) was reinigend und entgiftend wirkt.

Das Öl bindet Giftstoffe wie Bakterien, Viren usw. auf den Zähnen, in Zahnhöhlen, Zahnzwischenräumen, Zahnfleischtaschen und sogar mit der Zeit tiefer im Körper, zieht diese also heraus und behält sie. Dann muss man das Öl mit den ganzen Schadstoffen nur noch ausspucken. Viele Menschen schwören mittlerweile darauf. Ich hab vor einiger Zeit mal eine Kur gemacht und sofort einige Besserungen feststellen können: bessere Haut, ein Gefühl der Tiefenreinigung des Mundraums und einfach ein super Gefühl, dass man für sich und seinen Körper etwas so wirkungsvolles tut. Man sieht auch im Öl wenn man es ausspuckt, dass es sich weißlich verfärbt hat und offensichtlich etwas aufgenommen hat.

Praktisch sieht das so aus:

Direkt nach dem Aufstehen, vor dem Zähneputzen, Essen, Wasser trinken u.Ä. ist die Giftstoff-Ansammlung am intensivsten und somit die Kur am wirkungsvollsten. Das Öl sollte biologisch und kaltgepresst sein. Sehr antibakteriell wirkt Kokosöl, in Indien wird traditionellerweise Sesamöl verwendet (schmeckt auch sehr gut), es geht aber auch Sonnenblumenöl oder Olivenöl. Einfach ausprobieren bzw. je nachdem wieviel man ausgeben kann oder möchte, wählen.

  1. Ca. 1 EL Öl jeden Morgen nach dem Aufstehen in den Mund geben (grade am Anfang eher sparsamer dosieren, wenn man den Geschmack noch nicht gewöhnt ist und, dass man länger etwas im Mund behalten muss ohne zu schlucken. Mit dem Speichel vermischt wird es mit der Zeit auch noch etwas mehr Flüssigkeit).
  2. Das Öl zwischen 10 und 20 Minuten im Mund behalten, immer etwas hin und herspülen und zwischen die Zähne ziehen.

    Währenddessen kann man dann alles andere erledigt werden was so zu tun ist, zB anziehen, Frühstück oder Jause herrichten, Kinder oder Tiere versorgen, Uni- oder Arbeitstasche herrichten, vl sogar schon Gesicht waschen, schminken, oder duschen gehen, wer das morgens macht.

    Das Öl reichert sich intensiv mit Giftstoffen an, also immer schauen, dass man nichts davon schluckt (keine Panik, die Stoffe waren ja vorher schon im eigenen Körper, also sterben kann man davon nicht, aber sinnvoll wärs halt nicht). Das heißt auch, dass es nicht gut ist, wenn man das Öl dann einfach ins Waschbecken oder so spuckt. Ist für den Wasserkreislauf und die Umwelt sehr schlecht. Daher:

  3. Am besten in Klopapier oder Küchenrollen-Tuch spucken und in den Müll werfen.
  4. Den Mund mit warmem Wasser ausspülen und Zähne putzen.
  5. Lächeln :)

Positive Wirkungen, von denen am meisten berichtet wird sind:

  • hellere, glatte Zähne (weil es eine schonende Plaque-Reinigung ist)
  • weniger Mundgeruch
  • mehr Energie, mehr Aufnahmefähigkeit, mehr Elan (weniger Giftstoffe im Kreislauf, mit denen der Körper zu kämpfen hat)
  • Linderung von allen möglichen Beschwerden, einfach auch weil weniger Giftstoffe den Energiehaushalt und den ganzen Kreislauf blockieren. Von Besserungen wie weniger Kopfschmerzen, regelmäßiger Menstruationszyklus, weniger Gelenksschmerzen, besseres Immunsystem insgesamt usw. wird berichtet.

Probiert es mal aus. Ich fang jetzt wieder damit an und weiß jetzt schon, dass ich mich auf das kleine Morgenritual freue. Ich berichte euch dann, wie es mir damit geht. :)

Ein guter Artikel dazu, den ich grade entdeckt habe (eh sehr ähnlich diesem) findet ihr auf dem greensoul Blog.

back to reality

27 Sep

Wow, jetzt hab ich schon ewig nichts gepostet. Ich hab viel erlebt, war auch lange im Ausland und verspüre jetzt wieder den dringenden Drang, so einiges davon mit euch zu teilen und im besten Fall auch neue Ansätze, Meinungen, Fragen und Antworten von eurer Seite zu erhalten.

In nächster Zeit werd ich einiges aufholen an Posts, erzählen, was ich so gelernt, neu überdacht, ausprobiert habe.
Und auch über aktuelle Überlegungen, Fragen und Projekte berichten.

Freut euch zum Beispiel über Auszüge bezüglich:

Kreativität und Armut – Jonglieren statt Betteln am Beispiel Argentinien

Ethno Trend – gut gemeinter Rassismus

Auf-stand der Indigenen in Argentinien

Schmuck selber machen – Kunsthandwerk und Vereinigung verschiedener Kulturen

Reiki, Schwitzhütten und Akupunkt Meridian Massage – Heilung in den modernen Alltag integrieren

Pilgern in Österreich – langsamer Alternativurlaub oder Abzocke und Trend

Haustiere – Hundehaltung und -ernährung möglichst natürlich (konkrete Tipps und Anregungen rund um meinen neuen Schützling, gemeinsam mit meiner neuen Lebensbegleitung <3)

ganz viel do it yourself – wo ich früher noch über die beste Wahl bei Marken, bio usw. berichtet habe, geht es momentan viel darum, was man alles eigentlich nicht braucht, was man wie ersetzen kann, was man alles nicht kaufen kann, aber selber machen kann. Viel Recycling auch wie zB Kerzen aus Wachsresten. Neue Projekte wie Sojamilch, Seitan, Seifen machen, Salat drinnen ziehen, Waschmittel aus Kastanien uvm.

Also, bald gibts wieder mehr von mir. Abonniert den RSS Feed oder liked meine Seite auf Facebook, damit ihr gleich informiert werdet, wenn es wieder was zu lesen gibt.

Licht und Liebe

.2013-10-20 15.16.49

Widerstand der Studis – wir stehen immer wi(e)der auf

1 Mai

30.4. – 4.5. Aktionswoche der IE

Es geht heiß her – nicht nur wetterbedingt. Viele Studierende sind ob der aktuellen Bildungs“politik“ (wiedereinmal) aufgeheizt, unzufrieden und bereit zum Widerstand.

Studiengänge werden abgeschafft, Studiengebühren sind gerade erst wieder eingeführt worden und auch sonst wird es Studierenden nicht gerade leicht gemacht, ihre Ausbildung sowie kritische und zukunftsorientierte Ideale zu verfolgen.

>> Rektor Engl und die aktuelle Lage (Artikel auf derstandard.at)

Aktuell: die Abschaffung des Bachelors Internationale Entwicklung, diverse Studiengänge der TU Wien usw.

Vom 17. – 20.4. fand aus diesem Anlass bereits eine Protest- und Aktionswoche statt, die Studierende aus verschiedensten Richtungen und Universitäten zusammenbrachte, eine Plattform bot und eine Stimme gab. Gemeinsam, weit über IE hinaus setzen Studierende ein Zeichen gegen die Ungerechtigkeiten des Systems.

Höhepunkte der Aktionswoche waren die Besetzung des Rektorats für IE und des Audimax der Uni Wien, sowie die Blockade des Hauptgebäudes der Universität Wien bei der Sitzung des Senats zum Beschluss der Studiengebühren.

>> Artikel zur Demo auf derstandard.at

Begleitend fanden zahlreiche Arbeitsgruppen-Treffen, Plena, Workshops, Diskussionsveranstaltungen und Parties statt. Außerdem wurde das Geschehene im Rahmen einer Klausur reflektiert.

Motivation, Information und Kollektiv-Geist wurden sichtbar, verstärkt, weitergegeben und verbreitet.

Es tut sich was, viel, mehr, viel mehr, jetzt.

Es geht weiter!

Die Argumente des Rektorats halten unserer kritischen Betrachtung nicht stand. Die vorgebrachten Rechtfertigungsversuche können uns weder überzeugen, noch können wir sie stillschweigend akzeptieren.
(aus der Mailingsliste der Basisgruppe IE)

30.4. – 4.5. ist wieder Aktionswoche des kollektiven W_ie_derstands

Donnerstag, 3. Mai = großer Aktionstag

>> Programm und Details auf der Seite der BasisGruppe IE

Land schafft – kollektive Nutzung jetzt!

1 Mai

Am 4. Mai ist SoliLa Aktionstag und Solifest im TÜWI

Es wird Sommer :)

Die Natur schafft so vieles. Und Menschen erschaffen so vieles mit ihr. Viel zu viel Land ist jedoch nicht frei zugänglich oder zumindest nicht kollektiv nutzbar. Immer wieder und immer mehr holen sich Menschen Land zurück, setzen Zeichen und freuen sich daran bzw. bewirtschaften den Boden.

Stichwort Guerilla Gardening (Netzwerk Wien) oder reclaim the fields.

Und gerade aktuell in Wien: Die Landbesetzung in Wien-Jedlersdorf.

Ein brachliegendes Areal der BOKU (Universität für Bodenkultur) wurde von AktivistInnen besetzt, um es kollektiv nutzbar zu machen und eine Verbauung zu verhindern.

SoliLa (solidarische Landwirtschaft) ab 17. April 2012
(dem Internationalen Tag des kleinbäuerlichen Widerstands)

>> Video zur Aktion inklusive Forderungen

>> Radiobeitrag von Ö1 „occupy Acker“

>> Artikel auf derstandard.at „Gekommen um zu gärtnern“

Sie haben wirklich Tolles dort aufgebaut.

Denoch (oder gerade deshalb?): am 26.4. wurde die erste Landbesetzung Wiens gewaltsam beendet und geräumt.

>> Artikel zur Räumung auf diepresse.at

>> Video und Links am Blog der auftragselfe

 

Wir lassen uns nicht plattmachen – Widerstand ist fruchtbar!

Das war erst der Anfang!!

Freitag 4.5. ist Aktionstag und Solifest im TÜWI in Bezug auf die Landbesetzung

>> Programm und Infos am Blog der Landbesetzung

Mehr zum Thema:

>> Blog platz-da!

>> Erdäpfelaktionstage für Saatgutsouveränität –
gegen den Saatgutraub der Konzerne!

Unter dem Motto „Zukunft säen, Erdäpfelvielfalt ernten, Widerstand keimt auf“ werden in den nächsten Tagen an fünf verschiedenen Orten in Österreich Erdäpfel gesetzt – in der Steiermark (Stainz und Stübing), in Kärnten (Eisenkappel) und in Oberösterreich (Pregarten und Alberndorf).

>> Dokumentarfilm-Projekt von cinerebelde über die Gartencoop Freiburg

eine Woche gegen Rassismus

21 Mrz

12. – 25. März:

internationale Wochen gegen Rassismus

Österreich: 19. – 25.3.

Dazu gibt es viele Aktionen, um Bewusstsein zu schaffen für dieses weiterhin problematische und wichtige Thema. Eine gute Chance, aktiv zu werden um Menschenrechtsverletzungen wie Diskriminierungen zu stoppen.

SCHWARZ ARM DIEBSTAHL

Rassismus fängt im Kopf an!

>> weitere Denkanstöße als PDFs

>> mehr Infos wie Artikel, Erklärungen, Broschüren

Aktuell dazu ein Aufruf von Survival International

Die Awá in Brasilien stehen kurz vor der Auslöschung ihrer Kultur!

>> Werde aktiv

Die Awá sind eine der letzten Gruppen von nomadischen Jägern und Sammlern in Brasilien. Mehr als 60 Awá haben keinerlei Kontakt zur Außenwelt.

Obwohl die meisten von ihnen in rechtlich anerkannten Schutzgebieten leben, wird der Lebensraum der Awá immer kleiner: Holzfäller, Siedler und Viehzüchter dringen in ihr Land ein und holzen ihren Wald ab.

(Quelle)

8. März: 101 Jahre Internationaler Frauentag

7 Mrz

Infos zum Internationalen Frauentag gibts in meinem Post von letztem Jahr :)

>> aktuelle Aktionen von amnesty international für Frauen im Nahen Osten und Nordafrika

passend dazu ein Film/Fernseh-Tipp:

„Die Herrschaft der Männer“

Dokumentarfilm, Frankreich/Belgien 2009, Regie: Patric Jean

heute 20:15 auf ARTE (Wiederholung am 9.3. um 02:15)

>> Sendungsdetails und Beschreibung

Anlässlich eines Amoklaufs gegen Frauen 1989 in Montreal beleuchtet der Film die verschiedenen Erscheinungsformen von Frauenfeindlichkeit in der westlichen Welt.

Migrant_innen-Streik 1. März

28 Feb

Gleiche (Sprachen-)Rechte für alle!

Raise your voice!

Unsere gemeinsame Sprache ist nicht Deutsch! Wir rufen zum Streik gegen den Deutschzwang auf. Sprechen wir gemeinsam die Sprache der gleichen Rechte – am 1. März beim transnationalen, translationalen Migrant_innenstreik.

(Quelle)

>> Details: Website und Facebook-Seite

>> PROGRAMM der PROTESTAKTIONEN

Quelle: 1. März Migrant_innenStreik Facebook

ÜBERBLICK:

WIEN
10.00-18.00h: Centro Once

Frühstück, Streikküche, Ausstellung, Live-Musik
12.00-14.00h: Kundgebung Handelskai/ Millennium City
14.30-16.30h: Kundgebung Stephansplatz
17.00-19.00h: Abschlusskundgebung Viktor Adler Markt
18.30h-22.00h: Brunnenpassage
öffentliche Chor-Probe/ Mitsingen, Film zum Sprachstreik: Drei gegen Troja
19.00-late: Abschlussfest im Planet 10

INNSBRUCK
18.00: Demonstration

Treffpunkt Wiltener Platzl, Innsbruck
20.00: Café Decentral

HINTERGRUND

2006 zeigten Massenproteste in den USA die Ungerechtigkeit der Asyl- und Einwanderungsgesetze (und deren drastische und kontinuierliche Verschärfung) auf. Der Höhepunkt dieser Aktionen war der „Tag ohne Migrant_innen“ am 1.Mai.

In Europa führen Debatten über und Änderungen von Gesetzen und Rechten der Migrant_innen zu Illegalisierung, Kriminalisierung und Repressionen gegen viele Menschen ohne Papiere. Der  1. März 2010 wurde daher zu einem „Tag ohne uns“ erklärt. „Durch den Aufruf, an diesem Tag die Arbeit niederzulegen und einen Konsumboykott durchzuführen, sollte darauf hingewiesen werden, dass Migrant_innen zwar wesentlich zum Funktionieren der Wirtschaft sowie zum sozialen und kulturellen Leben beitragen, ihnen aber gleichzeitig zentrale Rechte vorenthalten werden.“

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